Glyphosat

Glyphosat – Unterirdisches Risiko – Zeitbombe Nitrat

So deutlich hat die Süddeutsche Zeitung vor einigen Monaten zwei Artikel zu dem Problem umschrieben, dass wir mit dem Namen eines Umweltgifts geläufig umschreiben.

Auf der einen Seite müssen wir fassungslos zusehen, wie die Politik die damit verbundenen Probleme nicht in den Griff bekommt und auf der anderen Seite sehen wir, wie schamlos die Industrie und einem Teil der Bauern nahestehende Verbände versuchen, die Ängste und Sorgen der Bevölkerung einfach verharmlosen und keinerlei Interesse daran haben, diese Umweltgefahren zu verhindern.

Dabei ist beiden Seiten bekannt, und das seit Jahrzehnten, dass zu viel Gülle und Dünger als Nitrat nicht nur den Boden momentan belastet, sondern dass es im Laufe von Jahren in den Untergrund eindringt und unser aller Grundwasser verseucht.

Die Folge davon ist, dass das Trinkwasser immer aufwendiger und mit erheblichen Steuermitteln gereinigt werden muss, um den Bürgern eine saubere Nahrungsgrundlage zu bieten.

Die Industrie wiederum leugnet diese Probleme schlicht und einfach oder lässt sich aufwendige Gutachten schreiben, die dann natürlich das gewünschte Ergebnis aufweisen und versuchen damit, die mit Glyphosat verbundene Möglichkeit einer Krebserkrankung weg zu leugnen.

Und unser Nachtwächter – Staat schaut zu und unsere Kanzlerin entlässt nicht einmal den zuständigen Bundeslandwirtschaftsminister, der gegen den Willen des Kanzleramtsministers sowie der Umweltministerin es in Brüssel ermöglicht hat, dass Glyphosat weiterhin auf unseren Äckern ausgebracht werden kann.

Und selbst die der industriellen Landwirtschaft nahestehenden Verbände sind immer noch nicht so weit, zu erkennen, dass das Motto der früheren Jahre “Wachsen oder Weichen“ ein Irrweg ist, auf dem keine nachhaltige Landwirtschaft aufgebaut werden kann.

Unser Mitglied Herbert O.Maier hat zu diesem Thema das nachstehende Gedicht verfasst, das er uns zur Veröffentlichung dankenswerterweise überlassen hat

Dessen Schlussfolgerungen sind präzise, zutreffend ganz nach dem Motto:

„Wenn`s nicht Dummheit ist, dann einfach nur kriminell.“

R.Reisinger

Summ, Summ, Summ

Summ, Summ, Summ,
das Gift bringt uns bald um.
Wenn alle Bienen sterben,
liegt unsre Welt in Scherben.

Aus niederem Profit
stimmt der Minister Schmidt
als Bauernlobbykrat
für Gift und Glyphosat.

Wohlwissend, daß das Gift
die Menschheit tödlich trifft,
daß Vogelarten schwinden,
weil sie kein Futter finden.

Mit falschen Expertisen
wird unsre Welt beschissen,
im Auftrag von dem Haufen,
die uns das Zeug verkaufen.

Die Grundlagen im Leben,
die uns von Gott gegeben,
für Pflanzen, Mensch und Tier
zerstören sie aus reiner Gier.

Und trotz der Kenntnis dieses Wissens
spritzt man – bar jeglichen Gewissens –
aus purer Sucht nach Macht und Geld
die Pestizide auf das Feld.

Am Ende frage ich: Warum?
Sind diese Leute einfach dumm?
Die Antwort findet sich sehr schnell:
Sie sind ganz einfach kriminell!

Das Alles läßt sich schwer ertragen,
gleichwohl will ich als Fazit sagen:

„Gott hat die Schöpfung wohl durchdacht,
jedoch, wenn ich den Mensch betracht,
denk ich gar oft es wäre gut,
hätt´ Gott am sechsten Tag geruht!“

Herbert O. Maier

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